Gemeinde Schaan berichtet erstmals über Nachhaltigkeit
- René Schierscher

- 13. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Im aktuellen Jahresbericht 2025 berichtet die Gemeinde Schaan erstmals über Nachhaltigkeit. Grundlage dafür bilden die von der «Arbeitsgruppe Standortentwicklung» erarbeiteten Handlungsfelder, die in den letzten zehn Jahren kontinuierlich weiterentwickelt wurden. Ziel der Gemeinde ist es, den hohen Lebensstandard für die Einwohnerinnen und Einwohner sowie die attraktiven Rahmenbedingungen für die Wirtschaft langfristig zu erhalten. Jetzt wird dieser Weg nochmals gestärkt.
Hohe Lebensqualität entsteht dort, wo ein lebendiges Dorfzentrum, vielfältige Wohn- und Freiräume sowie eine zukunftsorientierte Wirtschafts-, Energie- und Umweltpolitik für eine hohe Wertschöpfung zusammenwirken. Im aktuellen Jahresbericht berichtet die Gemeinde Schaan nun erstmals transparent über ihre Fortschritte in den Bereichen «Gesellschaft und Bildung», «Mobilität», «Wirtschaft», «Umwelt und Energie» sowie «Gemeindeverwaltung und Bürgerservice». In die Berichterstattung eingeflossen sind zudem die Nachhaltigkeitsziele der UNO, die sogenannten SDGs, sowie zentrale Themen aus dem Energiestadt-Label.

Der Nachhaltigkeitsbericht ist auf die Bedürfnisse der Gemeinde sowie der Leserinnen und Leser zugeschnitten. Jeder Bereich legt die Vision dar, geht auf die Ziele für die Gemeinde ein und ergänzt diese mit aktuellen Projekten, welche im Berichtsjahr eine besondere Rolle spielten. Über alle Bereiche hinweg waren dies zum Beispiel die Planung des Lindagarta und der Kulturbrauerei, die Zentrumsentwicklung Gamperdon, die Weiterentwicklung des Ortsbusses oder der Ausbau der Solarenergie.
Der Bericht macht aber auch deutlich, wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Mit dem Energiestadt-Label hat sich Schaan zum Ziel gesetzt, bis 2050 keine energiebedingten Treibhausgasemissionen mehr auszustossen und die Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Quellen umzustellen. Während die Emissionen im Bereich Wohnen pro Kopf sinken, ist bei Gewerbe und Industrie noch keine Trendwende erkennbar. Hier sind zusätzliche Massnahmen notwendig.
Mit dieser in Liechtenstein bisher einmaligen Nachhaltigkeitsberichterstattung schafft die Gemeinde zusätzliche Transparenz über die bisher erfolgreich umgesetzten Massnahmen, zeigt aber auch auf, wo noch Handlungsbedarf besteht.


